Dezentrales BGM

Dezentrales BGM

Eine dezentrale Firmenstruktur findet sich branchenübergreifend, vom Einzelhandel über die Pflege bis hin zur Logistik. In den Zentralen sitzt meist nur ein kleiner Teil der Mitarbeiter, das eigentliche Alltagsgeschäft übernehmen die Mitarbeiter in den dezentralen Strukturen.
Das oberste Ziel der Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements sollte es sein, alle Mitarbeiter, standortunabhängig zu erreichen.

Der elementare Baustein dafür ist die richtige Kommunikation. Für ein nachhaltiges BGM ist es sinnvoll eine Gesundheitsmarke aufzubauen, über die die Kommunikation zu Gesundheitsthemen im Unternehmen erfolgt. Im Sinne der Markenwahrnehmung, kann dadurch die Assoziation zur Gesundheit im Arbeitsumfeld bei jedem Mitarbeiter hergestellt werden. In den meisten Fällen ist es allerdings nicht ausreichend die Informationen nur über das Intranet zu verbreiten, denn ein Großteil der Arbeitnehmer in oben genannten Branchen hat keinen Bildschirmarbeitsplatz. Dies ist die eigentliche Hürde im dezentralen BGM, die Verknüpfung von analoger und digitaler Kommunikation.
Doch wie wird erreicht, dass alle Mitarbeiter die Gesundheitsmarke kennenlernen?

Eine schöne Möglichkeit des Einstiegs in das BGM stellen die Starter-Sets dar. Hier erhalten die Mitarbeiter zum Beispiel einen kleinen Stoffbeutel mit dem Logo der Gesundheitsmarke, ein Trainings-Tool (Thera-Band, Blackroll-Ball etc.) oder ein anderes Giveaway, eine Trainingskarte sowie einen Gesundheits-Guide. Dieser Guide enthält auf das Unternehmen speziell zugeschnittene Inhalte und kann individuell angepasst werden. Er dient als analoger Begleiter und Work-Book durch den Arbeitsalltag. Verknüpft mit einem Gewinnspiel oder einem Gamification-Ansatz, dient das Starter-Set als optimaler Einstieg in das BGM oder in Themenschwerpunkte. Durch die starke Anfangskommunikation zur Maßnahmenableitung, werden die Mitarbeiter aktiv eingebunden und zu Beteiligten.

Zusätzlich gibt es natürlich die klassischen Kommunikationsmittel, wie Plakate oder Flyer. Da dies oft einen hohen Aufwand erfordert, gibt es die Alternative des „Gesundheitspunktes“. Dies ist eine Art schwarzes Brett an den verschiedenen Standorten, an dem die aktuellen Informationen zum BGM aushängen, die zuvor per Mail zugeschickt werden. So hat der Arbeitnehmer auch ohne PC-Arbeitsplatz immer eine feste Anlaufstelle, um sich über die BGM-Angebote zu informieren.

Doch in Zeiten von Smartphones sollte trotz allem die digitale Kommunikation nicht zu kurz kommen. Auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine davon wäre, eine Homepage zur Gesundheitsmarke bzw. zum Gesundheitsangebot des Unternehmens. Diese kann als interaktive Plattform gestaltet werden, auf der die Mitarbeiter zum einen Zugriff auf Artikel, Rezepte sowie Übungen haben und ihr Wissen überprüfen können, andererseits Protokolle und Checklisten herunterladen können, die bei der Umsetzung der Tipps und Anregungen im Alltag unterstützen. Des Weiteren besteht die Möglichkeit über kleine Umfragen oder eine Kommentarfunktion der Beiträge die Arbeitnehmer in die Gestaltung des Gesundheitsangebotes direkt einzubinden.

Neben der Kommunikation sind die Maßnahmen essentiell. Diese müssen von den Arbeitnehmern auch in Anspruch genommen werden können. Gerade bei dezentralen Unternehmen gestaltet sich dies oft schwierig, doch mit etwas Planungsgeschick ist diese Hürde zu meistern. Ein Beispiel wäre eine Trainer-Tour, bei der die Trainer an die verschiedenen Standorte kommen, um die Arbeitnehmer anzuleiten. Auch Workshops und Seminare eignen sich, wenn dies aufgrund zu großer Distanzen jedoch nicht möglich ist, sind Webinare eine gute Alternative. Dadurch sind sogar Einzelcoachings und eine intensive individuelle Betreuung der einzelnen Arbeitnehmer kein Problem.