Functional Rehab – movement24 in der Weiterbildung

Functional Rehab – movement24 in der Weiterbildung

Einmal nicht richtig aufgepasst und es ist passiert: Egal ob beim Sport oder im Alltag, wenn der Fuß umknickt kann das nicht nur schmerzhaft sein, sondern auch langfristige Folgen haben. Denn während man oftmals noch mit einer leichten Bänderdehnung davon kommt, können die Bänder im schlimmsten Fall komplett reißen. Was folgt ist eine langwierige Behandlung – aber wie? Im Gegensatz zur konventionellen, zeitabhängigen Behandlung entwickelte das Münchner OS Institut, unter der Leitung von Oliver Schmidtlein und Matthias Keller, den sogenannten Return to Activity Algorithmus. Zur Weiterbildung absolviert movement24-Mitarbeiter und Sportwissenschaftler Philipp Heß dort aktuell die Seminarreihe zu den Themen Functional Training, Rehabilitation und Athletiktraining.

Bänderriss? 6 Wochen. Muskelfaserriss? Mehrere Monate. Kreuzbandriss? Ein Jahr. Die Rehabilitationsansätze bis hin zur Wiederaufnahme von Belastungen im Alltag und Sport orientieren sich zumeist an zeitlichen Vorgaben. Doch wie passt dies mit der Individualität jeder Behandlung zusammen? Der Return to Activity Algorithmus basiert hingegen auf vier Levels. Je nach Zielsetzung des Patienten wird ein bestimmtes Level als jeweiliger Endpunkt ausgewählt (z.B. Joggen = Level 2, Fußball = Level 4). Die Voraussetzung für die Erreichung des nächsten Levels bieten zwei Tests, wobei bei Nichtbestehen korrigierende Übungen den Patienten auf eine erneute Prüfung vorbereiten. Erst bei erfolgreichem Abschluss des finalen Levels steht die Empfehlung einer Rückkehr in den Sportbereich.

Der Algorithmus steht auch im Rahmen der Weiterbildungs-Seminare im Fokus. Er gilt als Entscheidungshilfe, um die Rehabilitation optimal steuern zu können. „Für die alltägliche Arbeit bei movement24 bietet die Seminarreihe die perfekte Möglichkeit, um die Kundenangebote mit noch breiterem Wissen zu speziellen Problematiken anzugehen“, verweist Philipp Heß unter anderem auf den Body Check im Bereich Bewegung. Neben den klassischen Problemen im Rücken- und Nackenbereich rücken hier auch zunehmend die unteren Extremitäten (bspw. Knie, Sprunggelenk) in den Fokus.